Perlen der homöopatischen Hausapotheke: Okoubaka!

Okoubaka – “ein kleines Juwel in Fällen von Lebensmittel-vergiftungen, -intoleranz, und -sensitivität”

Okoubaka ist die Rinde eines afrikanischen Baumes. Es gibt zu diesem homöopatischen Mittel aktuell keine Arzneimittel-prüfung. Es wurde jedoch auf Grund seines Gebrauchs in der Volksmedizin, zu einem homöopatischen Heilmittel gemacht. Von der Baumrinde ist bekannt, dass sie von den Mitgliedern eines afrikanischen Stammes eingenommen wurde, wenn diese zu einem anderen Stamm eingeladen waren und sie nicht sicher sein konnten ob man ihnen wohlgesonnen war, oder sie bei diesem Treffen eine mögliche Vergiftung durch Speis und Trank fürchten mussten [1].

Der Aktionsbereich dieses Mittels bezieht sich vorallem auf den Magen-Darm-Trakt (Magen, Darm, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse). So ist Okoubaka zum Beispiel für Gastroenteritis nach der Einnahme von fauligen Lebensmitteln angegeben. Es ist auch bewährt bei Lebensmittel-intoleranz, und temporärer Veränderungen der Ernährung, so wie es zum Beispiel bei Fernreisen der Fall sein kann, wenn man an Orte reist deren kulinarischen Gewohnheiten ungewohnt sind [2]. Es gibt Berichte über die Anwendung von Okoubaka in Fällen von Darminfektionen, Zöliakie, IBS (Irritiertes Darm-syndrom) und Morbus Crohn [4]. Weiterhin wurde es erfolgreich bei verschiedenen Formen von Vergiftungen eingesetzt, sowie bei der Rekonvaleszenz/Erholung  von Infektionskrankheiten. [2].

Hauptindikation für dieses Mittel ist in der Tat die Vergiftung durch Lebensmittel-, chemische Arzneimittel und Drogen, Tabak und chemische Zusätze zu Lebensmitteln. Es wird auch als Heilmittel für die Folgen der Chemotherapie angezeigt, und für die Behandlung, oder als Vorbeugung für tropische Krankheiten. Heuschnupfen, Allergien und Ausschläge reagieren gut auf Okoubaka. Dieses Mittel ist insbesondere dann angezeigt, wenn Krankheit oder Beschwerden auftreten, als Folgen einer Exposition von Bakterien- oder Umweltgiften, Viren oder chemischen Drogen [2].

Symptome die eine Person beschreiben, die Okoubaka brauchen könnte, sind unter anderen Konzentration- und Gedächtnis- probleme. Personen können reizbar, ängstlich und depressiv sein. Es sind Patienten die als Folge einer Infektion ständig müde sind. Die Patienten können an Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel leiden. Der Patient kann unter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen-und Bauchschmerzen mit Blähungen oder Sodbrennen und Appetitlosigkeit klagen. Patienten mit einer Neigung zu Heuschnupfen, können von Okoubaka profitieren, wenn das Atmen schwer fällt, asthmatische Symptome auftreten, und Husten und Schnupfen den Patienten beeinträchtigen. Dieses Mittel kann in Fällen von Allergien wertvoll sein wenn diese mit Juckreiz, Schwellung und Rötung der Haut einhergehen. Es ist insbesondere dann angezeigt, wenn die Ursache einer allergischen Reaktion von Chemikalien, chemischer  Medizin oder Lebensmitteln herrührt oder von einer unbekannten Quelle stammt [2].

Ich habe dieses “Juwel” meiner homöopathischen Apotheke bei so vielen Gelegenheiten angewandt, dass es zu einem stetigen und treuen Begleiter in meiner Handtasche geworden ist. Ich benutze es zum Beispiel, wenn ich meine übliche, gewohnte Ernährung bei einer Mahlzeit nicht einhalten kann und es daher vielleicht zu erwarten ist, dass ich in der Folge, Unwohlsein und andere Beschwerden haben werde. Also bei Beschwerden nach dem Verzehr ungewohnter Speisen.  Wenn ich zum Essen eingeladen bin, oder in ein Restaurant gehe, und nicht sicher bin ob ich intollerant oder empfindlich auf Lebensmittel oder deren Zusatzstoffe reagieren werde,  dann verwende ich Okoubaka  prophylaktisch. Die übermäßige Kontamination von Gemüse mit Insektiziden und Pestiziden kann eine starke Reaktion bei empfindlichen Personen verursachen, aber auch die natürlichen Nahrungsmittel-Allergien können unangenehme Auswirkungen haben, dann, wenn die Quelle des Unbehagens bekannt ist oder eine Reaktion zu erwarten ist, dann verschreibe / verwende ich Okoubaka. In Fällen von Lebensmittelvergiftungen, bei denen erste Anzeichen von Unbehagen auftreten, dann empfehle / nehmen ich Okoubaka. Hat man zu viel gegessen, ist man aufgebläht oder leidet unter Verdauungsstörungen dann empfehle  ich Okoubaka.

Okoubaka ist, aus meiner Erfahrung, eines der wenigen homöopatischen Mittel, die für die prophylaktische Anwendung in Frage kommen. Die prophylaktische Anwendung von homöopathischen Mitteln ist ein umstrittenes Thema unter Homöopathen. Die Verabreichung einer Arznei bevor Anzeichen einer Krankheit auftreten und bevor Patienten individuelle und spezifische Symptome entwickelt haben, spricht gegen einen wesentlichen Grundsatz der homöopathischen Praxis [5]. Gibt man ein Heilmittel, um mögliche Beschwerden in naher Zukunft zu verhindern, misachtet man ein Grundprinzip der homöopatischen Philosophie. Doch sogar Hahnemann hatte eine Ausnahme von dieser Regel. Im Falle von Epidemien griff auch er zur präventiven Verschreibung [5]. Wo Beschwerden vermieden werden können, wie es der Fall mit Okoubaka ist, bin ich der Meinung dass es gerechtfertigt ist ein solche Heilmittel zu verwenden. Erfahrungen aus der Praxis, wie oben bereits angegeben, haben bei unzähligen Gelegenheiten Beweise für die prophylaktische Wirkung von Okoubaka erbracht.

[1] DHU (2012) Aus dem Schatz der Homöopathie: Okoubaka, last accessed December 2012 at URL http://www.deutsche-homöopathie-union.net

[2] DHU (2011) Homöopathisches Repetitorium  Karlsruhe: Deutsche Homöopathie Union.

[3] Okoubaka (2012) Homöopathische Mittel, last accessed December 2012 at URL http://www.similasan.ch

[4] Bhatti, A. (2008-2010) Okoubaka complex, last accessed December 2012 at URL http://www.dratiq.co.uk

[5] Hahnemann, S. (1974) Organon der Heilkunst(2.Auflage) 6B Heidelberg: Karl.F.Haug Verlag