Die Lebenskraft – ein verlorenes Konzept?

Die Lebenskraft, als ein Grundprinzip des homöopathischen Behandlungsansatzes, beschreibt eine Lebens induzierende, geistartige Kraft, die allen Lebewesen, Menschen, Tieren, Insekten, Pflanzen innewohnend ist.

Von Hahnemann als ” Dynamis ” bezeichnet, belebt sie den materiellen Organismus [1]. Ohne diese Lebensenergie wäre der materielle Körper nicht in der Lage zu funktionieren. Es wäre keinerlei körperliche Anstrengung, kein funktioneller Prozess oder emotionale Regung möglich. Aller Ausdruck des Lebens wäre unmöglich, nicht einmal die Selbsterhaltung. Diese Kraft ist instinktiv und ohne Intellekt. Ihr einziger Zweck ist es, ein harmonisches Gleichgewicht im gesunden Organismus aufrecht zu erhalten. Die Dynamis hat keine heilende Fähigkeit [1].

Dieses Konzept ist dem medizinischen Denken oder der Heilkunde nicht fremd. Vor allem in den traditionellen und alternativen Behandlungsansätzen ist es ein wichtiges Prinzip welches das grundlegende Element der Gesundheits-philosophie darstellt.

So zum Beispiel liegt an der Wurzel des traditionellen chinesischen Glaubenssystems, von der Art der Existenz des Lebens, sowie an der Basis des medizinischen Denkens der TCM, eine universelle Lebenskraft oder Lebensenergie genannt “Qi”. Qi ist die inhärente Quelle allen Lebens, die Lebenskraft der Natur [2]. Alle Organfunktion findet ihre anregende Kraft in Qi. Qi fließt im Organismus und belebt ihn. Obwohl Qi aus verschiedenen Qi – Energieformen, auf verschiedenen Ebenen, innerhalb des Körpers aufgebaut wird, nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin, ist es seine immaterielle Existenz die Leben in einen ansonsten leblosen materiellen Organismus einhaucht[2].

Im Ayurveda, der traditionellen Heilkunde Indiens, wird die universelle Lebenskraft, die alle Funktionen des lebenden Körpers stiftet, als Prana oder Kundalini bezeichnet [2].

In etwa 97 Kulturen der vergangenen und neueren Zeit, ist eine Lebensenergie, die den Körper zum Leben erweckt, ein offensichtliches, fundamentales Konzept der Philosophie des Lebens. Damit erklärt sich das Verständnis von Krankheit und Heilung [2]! Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Prinzip in der westlich orientierten Konzeption der Medizin aufgegeben, und hat seit dem nicht wieder den Weg zurück gefunden in den konventionellen medizinischen Behandlungsansatz.

Wo und warum wurde dieses grundlegende Prinzip aufgegeben? Es war immer und ist immer noch ein etabliertes, akzeptiertes und geschätztes Element der traditionellen und alternativen Heilmethoden! Die Ablehnung dieses Konzepts hat zweifellos die Entwicklung der konventionellen Medizin, sowie der wissenschaftlichen Forschung beeinflusst. Letztere rühmt sich strengster Wissenschaftlichkeit gemäß den Standards des allopathischen Ansatzes.

Es war in der Vergangenheit äußerst schwierig den Nachweis der Wirksamkeit der alternativen Behandlungsverfahren zuerbringen, da diese, ohne Ausnahme mit den Standards der konventionellen medizinischen Prüfung, erbracht werden müssen. Doch diese Testmethoden missachten das grundlegendste Prinzip der traditionellen und alternativen Medizin. Gemäß diesen Anforderungen, können wissenschaftliche Untersuchungen der traditionellen und alternativen Gesundheitsansätze nur unbefriedigend und unvollständig bewertet werden.

Was also, wenn die Folgen dieser Ablehnung des Lebensprinzips, das medizinische Konzept der Allopathie an der Wurzel verfälscht hat? Was, wenn die Ablehnung einer vitalen Essenz, oder Lebensenergie alle Forschung korrumpiert hat und in der Konsequenz dadurch unvollständige und irreführende Erkenntnisse daraus abgeleitet wurden? Was sind die Auswirkungen auf das konventionelle medizinische Denken, auf die wissenschaftlichen Bemühungen um Krankheit, Behandlung und Heilung zu erklären? Wo würde die konventionelle Medizin und ihre Forschung heute stehen hätte man dieses Prinzip berücksichtigt und es gründlich untersucht?

Was für viele tausende Jahre, in mehreren Gesundheitskonzepten und -praktiken als grundlegend galt, wurde plötzlich als … falsch, unpraktisch und nutzlos bezeichnet? Warum? Wer hat entschieden, ein ” Naturgesetz ” vor nur etwa 100 Jahren abzulehnen, das viele tausend Jahre Bestand hatte? Wie konnte ein damals neues, modernes Gesundheitskonzept so dominant werden, daß es ein solch traditionelles Prinzip ablehnen konnte?

Die Lebenskraft ist nicht das einzige Prinzip der traditionellen Behandlungsformen, das keine Berücksichtigung im herkömmlich medizinischen Denken mehr findet. In der Praxis der Homöopathie, zum Beispiel, ist es von größter Bedeutung für das Verständnis von Krankheit und Heilung.

Wie konnte etwas, was so lange akzeptiert, als wahr gegolten, und erhebliche Auswirkungen auf die verschiedenen traditionellen Gesundheitssysteme hatte, was als erprobt und nachgewiesen bezeichnet wurde, einfach abgelegt werden? Man kann nur erahnen, wo die Schulmedizin heute stehen würde, wenn seine Behandlung, Testwerkzeuge und der wissenschaftliche Rahmen die Lebenskraft berücksichtigt hätte.

Quellen:

[1] Hahnemann, S. (1974). Organon der Heilkunst (2.Auflage) 6B Heidelberg:Karl F. Haug Verlag.

 

[2] Stux, G. (1996) Akupunktur – Grundlagen, Techniken, Anwendungsgebiete München: C.H. Beck

Perlen der homöopatischen Hausapotheke: Bellis perennis!

Pexels.com

Diese hübsche kleine Blume , das gemeine Gänseblümchen ist Ausgangssubstanz für ein wertvolles homöopatisches Heilmittel, das meines erachtens in der homöopatischen Hausapotheke nicht fehlen darf.

Das Hauptaktionsfeld umfasst die Muskeln und Blutgefäße, aber auch Tumorwucherungen, die von einem Schlag oder einer Verletzung [1], [3] herrühren. Hauptindikationen für dieses Homöopatikum sind daher Folgen von Trauma, Prellungen, Quetschungen, Hämatome und Muskelschmerzen durch Überanstrengung [2 ], [ 3]. Es gibt die Empfindung von Muskelkater und Erschöpfung nach Trauma [2].

Dieses “Juwel ” der homöopatischen Hausapotheke wird auch “Gärtner – arznei” bezeichnet , da es bekannt ist für seine Wirksamkeit bei “Schmerzen und Beschwerden des alternden Gärtners ” [1, S.140 ]. Aber dieses Homöopatikum hat auch seine Wirkung in Fällen von Gastroenteritis, Dysmenorrhoe und Ekzemen bewiesen [2] , [4].

Laut Clark [3] ist es auch ein Heilmittel, für Patienten die zuerst großer Hitze, und in der Folge, einer plötzlichen Abkühlung ausgesetzt waren. Clark erwähnt auch die Anwendung von Bellis perennis bei Krampfadern, Brust – und Gebärmutter Schwellung. Ähnlich wie bei Arnika ist Bellis ein Heilmittel das empfohlen wird, für den Einsatz vor und nach chirurgischen Eingriffen um die Heilung zu beschleunigen. Sein Aktionsradius ist dem von Arnika und Calendula ähnlich [3].

Rehman [4] betont besonders, dass Bellis ein begleitendes Mittel zur Behandlung mit Arnika ist, wo Prellungen und Hautblutungen therapiert werden. Er, wie auch Clark [3] betonen weiter, dass Bellis perennis ein Heilmittel ist das nicht in den Abendstunden verabreicht werden sollte da es dazu führen kann, dass der Patient dann in den frühen Morgenstunden erwacht, ohne wieder einschlafen zu können!

Ich habe dieses Mittel angewandt in Fällen von beschädigtem Zahnschmelz, und in der Kombination mit Mercurius solubilis und Symphytum zur Behandlung von Karies, wo der Zahn schmerzte und sich die Zahn-oberfläche verfärbt hatte. Ich konnte dabei beobachten, dass die Empfindlichkeit und die Schmerzen abgeklungen, und die Oberfläche seine normale Farbe wieder erlangte.

Quellen:

[1] Bartram, T. (1998) Bartram’s encyclopedia of herbal medicine London: Constable & Robinson Ltd.

[2] DHU (2011) Homöopathisches Repetitorium Karlsruhe: Deutsche Homöopathie Union.

[3] Clarke, J. (1994) A Dictionary of practical materia medica New Ddelhi: B.Jain publishers Ltd.

[4] Rehman, A. (2000) Handbuch der homöopatischen ArzneibeziehungenHeidelberg: Haug.

‘Tennis-elbow’ – a repetitive strain injury

The Tennis Elbow refers to an overuse injury, a repetitive straining of the muscles that attach to the bones of the arm at height of the elbow. Biologically this injury is termed lateral epicondylitis. The so called Golfer´s Elbow, is similar to the Tennis Elbow, however affects the inner area of the elbow joint, while the Tennis Elbow involves the outer area of the elbow. The Golfer´s Elbow is denoted as medial epicondylitis. It is the different swing movements that depict the focal point of trauma locality, and differentiate the Tennis- from the Golfer´s- elbow injury.

While overexertion is a frequent cause of this type of trauma, a direct impact to the area of the elbow may likewise promote this injury. Epicondylitis describes the irritation and inflammation that develops at the sides of the elbows epicondyles in the event of such physical trauma. Pain, swelling and tenderness may be symptoms experienced at the locality, and mobility of the affected arm is strongly restricted, as very painful.

None of these injuries have to be caused by playing tennis or golf. However athletes conducting physical activity using their arms in specific swing movements are more predisposed to such an injury. House or garden work can likewise be the cause of such trauma and can result in these injuries.

Conventional 1st aid measures to promote relief are the R.I.C.E.R recommendations. Rest, Ice, Compress, Elevate the affected arm, and if there is no relief Refer to a doctor.

Some homeopathic remedies that may assist recovery from this type of injury are: Arnica, Belladonna, Bryonia, Rhus tox., Ruta

References:

  • Clarke, J. (1994) A Dictionary of practical materia medica New Delhi: B.Jain publishers Ltd.
  • Morgan, Lyle (1988) Homeopathic treatment of Sports Injuries, Rochester: Healing Arts Press.
  • Walker, Brad (2007) The Anatomy of Sports Injuries, Chichester: Lotus publishing.

Sommer, Sonne & Sonnenbrand

Der Sommer ist da und die Sonne scheint. Endlich, so möchte man meinen, da die wärmere Jahreszeit doch meist auf einen langen Winter und einen regnerischen Frühling folgt. Allerdings birgt die Zunahme der Sonnenstunden pro Tag die Gefahr einen Sonnenbrand zu erleiden, und eine zu lange Sonneneinstrahlung auf die Haut kann vom Vergnügen zum Gesundheitsrisiko werden! Während vorbeugende Maßnahmen die effektivsten Schritte zur Pflege der Haut sind, gibt es eine Reihe von homöopathischen Mitteln, die die Wiederherstellung Sonnen geschädigter Haut unterstützen können.

         Vorbeugen heißt reduzieren!

Insbesondere diejenigen mit hellerer Hautfarbe sollten den Aufenthalt in direkter Sonnenstrahlung begrenzen. Vor allem in der Mittagszeit, zwischen zirka 11 und 15 Uhr sollte die Sommersonne gemieden werden, und Sonnenschutzmittel auf unbedeckten Hautpartien aufgetragen werden. Aber Vorsicht: Obwohl die Haut durch Sonnencremes vor UVB – Strahlen geschützt ist, gibt es kaum Hinweise darauf, dass Sonnenschutzmittel vor Hautkrebs schützen, welcher durch UVA – Strahlen verursacht wird. Wer sich eine gebräunte Hautfarbe wünscht, sollte seine Haut nur stufenweise der Sonne aussetzen. Während 20 Minuten täglich für ein gesundes Sonnenbad ausreichen, kann eine allmähliche Zunahme der Sonnenexposition zu einer gesünderen Bräunung der Haut führen. Um eine Schädigung der Haut durch Sonnenbrand zu vermeiden, der nicht nur Falten verursacht, sondern auch zu Hautkrebs führen kann, muss die Zeit, in der man sich dem direktem Sonnenlicht aussetzt, reduziert werden. Im Schatten sitzen, und einen Hut tragen hilft auch, denn der Sommer ist auch ohne Sonnenbrand großartig!

Zu spät, schon sonnenverbrannt? – diese homöopathischen Mittel können helfen:

Arsenicum Album: Bei Brennen, das durch Wärem- und heiße Auflagen gelindert wird.

Belladonna: Bei intensiver Rötung, bei pochen & brennen. Die Hitze der Haut strahlt aus, kann beim Berühren gefühlt werden. Der Patient verträgt Hitze schlecht.

Calendula: Bei Verbrennungen, die oberflächlich sind. Es fördert die Heilung und Vernarbung.

Cantharis: Bei Blasenbildung, schmerzhaft, mit brennen und Juckreiz. Schlimmer durch Berührung. Verbrennungen 1. Grades.

Causticum: Der Sonnenbrand ist schmerzhaft, brennend. Es bilden sich Blasen. Diese brechen wiederholt auf.

Hypericum: Bei schmerzhafter Blasenbildung, kleine Blasen. Juckreiz.

Rhus tox.: Bei Blasenbildung, die Vesikel sind groß. Brennen mit Juckreiz.

Urtica uhrens: Bei heftigem Juckreiz, mit stechen & brennen. Blasenbildung & Verbrennungen 1. Grades.

 

Boerike, W. (2000). Homoeopathic Materia Medica [online] last accessed 16 May 2014, available at:http://www.homeoint.org/books/boericmm/index.htm
Clark, J. (2014). Materia Medica [online] last accessed 16 May 2014, available at: http://www.materiamedica.info/en/materia-medica/john-henry-clarke/index

Perlen der homöopatischen Hausapotheke: Okoubaka!

Okoubaka – “ein kleines Juwel in Fällen von Lebensmittel-vergiftungen, -intoleranz, und -sensitivität”

Okoubaka ist die Rinde eines afrikanischen Baumes. Es gibt zu diesem homöopatischen Mittel aktuell keine Arzneimittel-prüfung. Es wurde jedoch auf Grund seines Gebrauchs in der Volksmedizin, zu einem homöopatischen Heilmittel gemacht. Von der Baumrinde ist bekannt, dass sie von den Mitgliedern eines afrikanischen Stammes eingenommen wurde, wenn diese zu einem anderen Stamm eingeladen waren und sie nicht sicher sein konnten ob man ihnen wohlgesonnen war, oder sie bei diesem Treffen eine mögliche Vergiftung durch Speis und Trank fürchten mussten [1].

Der Aktionsbereich dieses Mittels bezieht sich vorallem auf den Magen-Darm-Trakt (Magen, Darm, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse). So ist Okoubaka zum Beispiel für Gastroenteritis nach der Einnahme von fauligen Lebensmitteln angegeben. Es ist auch bewährt bei Lebensmittel-intoleranz, und temporärer Veränderungen der Ernährung, so wie es zum Beispiel bei Fernreisen der Fall sein kann, wenn man an Orte reist deren kulinarischen Gewohnheiten ungewohnt sind [2]. Es gibt Berichte über die Anwendung von Okoubaka in Fällen von Darminfektionen, Zöliakie, IBS (Irritiertes Darm-syndrom) und Morbus Crohn [4]. Weiterhin wurde es erfolgreich bei verschiedenen Formen von Vergiftungen eingesetzt, sowie bei der Rekonvaleszenz/Erholung  von Infektionskrankheiten. [2].

Hauptindikation für dieses Mittel ist in der Tat die Vergiftung durch Lebensmittel-, chemische Arzneimittel und Drogen, Tabak und chemische Zusätze zu Lebensmitteln. Es wird auch als Heilmittel für die Folgen der Chemotherapie angezeigt, und für die Behandlung, oder als Vorbeugung für tropische Krankheiten. Heuschnupfen, Allergien und Ausschläge reagieren gut auf Okoubaka. Dieses Mittel ist insbesondere dann angezeigt, wenn Krankheit oder Beschwerden auftreten, als Folgen einer Exposition von Bakterien- oder Umweltgiften, Viren oder chemischen Drogen [2].

Symptome die eine Person beschreiben, die Okoubaka brauchen könnte, sind unter anderen Konzentration- und Gedächtnis- probleme. Personen können reizbar, ängstlich und depressiv sein. Es sind Patienten die als Folge einer Infektion ständig müde sind. Die Patienten können an Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel leiden. Der Patient kann unter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen-und Bauchschmerzen mit Blähungen oder Sodbrennen und Appetitlosigkeit klagen. Patienten mit einer Neigung zu Heuschnupfen, können von Okoubaka profitieren, wenn das Atmen schwer fällt, asthmatische Symptome auftreten, und Husten und Schnupfen den Patienten beeinträchtigen. Dieses Mittel kann in Fällen von Allergien wertvoll sein wenn diese mit Juckreiz, Schwellung und Rötung der Haut einhergehen. Es ist insbesondere dann angezeigt, wenn die Ursache einer allergischen Reaktion von Chemikalien, chemischer  Medizin oder Lebensmitteln herrührt oder von einer unbekannten Quelle stammt [2].

Ich habe dieses “Juwel” meiner homöopathischen Apotheke bei so vielen Gelegenheiten angewandt, dass es zu einem stetigen und treuen Begleiter in meiner Handtasche geworden ist. Ich benutze es zum Beispiel, wenn ich meine übliche, gewohnte Ernährung bei einer Mahlzeit nicht einhalten kann und es daher vielleicht zu erwarten ist, dass ich in der Folge, Unwohlsein und andere Beschwerden haben werde. Also bei Beschwerden nach dem Verzehr ungewohnter Speisen.  Wenn ich zum Essen eingeladen bin, oder in ein Restaurant gehe, und nicht sicher bin ob ich intollerant oder empfindlich auf Lebensmittel oder deren Zusatzstoffe reagieren werde,  dann verwende ich Okoubaka  prophylaktisch. Die übermäßige Kontamination von Gemüse mit Insektiziden und Pestiziden kann eine starke Reaktion bei empfindlichen Personen verursachen, aber auch die natürlichen Nahrungsmittel-Allergien können unangenehme Auswirkungen haben, dann, wenn die Quelle des Unbehagens bekannt ist oder eine Reaktion zu erwarten ist, dann verschreibe / verwende ich Okoubaka. In Fällen von Lebensmittelvergiftungen, bei denen erste Anzeichen von Unbehagen auftreten, dann empfehle / nehmen ich Okoubaka. Hat man zu viel gegessen, ist man aufgebläht oder leidet unter Verdauungsstörungen dann empfehle  ich Okoubaka.

Okoubaka ist, aus meiner Erfahrung, eines der wenigen homöopatischen Mittel, die für die prophylaktische Anwendung in Frage kommen. Die prophylaktische Anwendung von homöopathischen Mitteln ist ein umstrittenes Thema unter Homöopathen. Die Verabreichung einer Arznei bevor Anzeichen einer Krankheit auftreten und bevor Patienten individuelle und spezifische Symptome entwickelt haben, spricht gegen einen wesentlichen Grundsatz der homöopathischen Praxis [5]. Gibt man ein Heilmittel, um mögliche Beschwerden in naher Zukunft zu verhindern, misachtet man ein Grundprinzip der homöopatischen Philosophie. Doch sogar Hahnemann hatte eine Ausnahme von dieser Regel. Im Falle von Epidemien griff auch er zur präventiven Verschreibung [5]. Wo Beschwerden vermieden werden können, wie es der Fall mit Okoubaka ist, bin ich der Meinung dass es gerechtfertigt ist ein solche Heilmittel zu verwenden. Erfahrungen aus der Praxis, wie oben bereits angegeben, haben bei unzähligen Gelegenheiten Beweise für die prophylaktische Wirkung von Okoubaka erbracht.

[1] DHU (2012) Aus dem Schatz der Homöopathie: Okoubaka, last accessed December 2012 at URL http://www.deutsche-homöopathie-union.net

[2] DHU (2011) Homöopathisches Repetitorium  Karlsruhe: Deutsche Homöopathie Union.

[3] Okoubaka (2012) Homöopathische Mittel, last accessed December 2012 at URL http://www.similasan.ch

[4] Bhatti, A. (2008-2010) Okoubaka complex, last accessed December 2012 at URL http://www.dratiq.co.uk

[5] Hahnemann, S. (1974) Organon der Heilkunst(2.Auflage) 6B Heidelberg: Karl.F.Haug Verlag