Perlen der homöopatischen Hausapotheke: Bellis perennis!

Pexels.com

Diese hübsche kleine Blume , das gemeine Gänseblümchen ist Ausgangssubstanz für ein wertvolles homöopatisches Heilmittel, das meines erachtens in der homöopatischen Hausapotheke nicht fehlen darf.

Das Hauptaktionsfeld umfasst die Muskeln und Blutgefäße, aber auch Tumorwucherungen, die von einem Schlag oder einer Verletzung [1], [3] herrühren. Hauptindikationen für dieses Homöopatikum sind daher Folgen von Trauma, Prellungen, Quetschungen, Hämatome und Muskelschmerzen durch Überanstrengung [2 ], [ 3]. Es gibt die Empfindung von Muskelkater und Erschöpfung nach Trauma [2].

Dieses “Juwel ” der homöopatischen Hausapotheke wird auch “Gärtner – arznei” bezeichnet , da es bekannt ist für seine Wirksamkeit bei “Schmerzen und Beschwerden des alternden Gärtners ” [1, S.140 ]. Aber dieses Homöopatikum hat auch seine Wirkung in Fällen von Gastroenteritis, Dysmenorrhoe und Ekzemen bewiesen [2] , [4].

Laut Clark [3] ist es auch ein Heilmittel, für Patienten die zuerst großer Hitze, und in der Folge, einer plötzlichen Abkühlung ausgesetzt waren. Clark erwähnt auch die Anwendung von Bellis perennis bei Krampfadern, Brust – und Gebärmutter Schwellung. Ähnlich wie bei Arnika ist Bellis ein Heilmittel das empfohlen wird, für den Einsatz vor und nach chirurgischen Eingriffen um die Heilung zu beschleunigen. Sein Aktionsradius ist dem von Arnika und Calendula ähnlich [3].

Rehman [4] betont besonders, dass Bellis ein begleitendes Mittel zur Behandlung mit Arnika ist, wo Prellungen und Hautblutungen therapiert werden. Er, wie auch Clark [3] betonen weiter, dass Bellis perennis ein Heilmittel ist das nicht in den Abendstunden verabreicht werden sollte da es dazu führen kann, dass der Patient dann in den frühen Morgenstunden erwacht, ohne wieder einschlafen zu können!

Ich habe dieses Mittel angewandt in Fällen von beschädigtem Zahnschmelz, und in der Kombination mit Mercurius solubilis und Symphytum zur Behandlung von Karies, wo der Zahn schmerzte und sich die Zahn-oberfläche verfärbt hatte. Ich konnte dabei beobachten, dass die Empfindlichkeit und die Schmerzen abgeklungen, und die Oberfläche seine normale Farbe wieder erlangte.

Quellen:

[1] Bartram, T. (1998) Bartram’s encyclopedia of herbal medicine London: Constable & Robinson Ltd.

[2] DHU (2011) Homöopathisches Repetitorium Karlsruhe: Deutsche Homöopathie Union.

[3] Clarke, J. (1994) A Dictionary of practical materia medica New Ddelhi: B.Jain publishers Ltd.

[4] Rehman, A. (2000) Handbuch der homöopatischen ArzneibeziehungenHeidelberg: Haug.